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Christa Ritter-Fehrensen

Sorry - mein Text ist noch nicht ganz fertig.  

 

 

 

Peter Ritter

"Früher - ja früher war Alles besser" - diesen Spruch haben wir alle bestimmt schon oft gehört.
Aber: In vielerlei Hinsicht stimmt es. Ja - in Wahrheit gewinnt diese Aussage immer mehr an Brisanz und ihre Richtigkeit nimmt immer fatalere Formen an.

Als ich noch zur Schule ging gab es noch die Fächer "Werken" und "Handarbeit". Da haben wir gelernt mit Hammer, Säge, Feile, Kleber, Nadel, Faden, Wolle und anderen Dingen umzugehen, haben gebastelt und gewerkelt, habe genäht und gestopft, und: hatten Spass dabei.

Diese Fächer sind jedoch Heute anscheinend weitestgehend aus dem Schulwesen verschwunden. Werden die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder in den Grundschulen noch gefördert, wird ihnen in den weiterführenden Schulen bestenfalls noch Raum im Sportunterricht eingeräumt.
Der Schwerpunkt und die Ausrichtung der Bildung wird auf die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler gelegt um der Wirtschaft geistig hochentwickelte und flexible Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen.
Das Ergebnis:
Heute können viele Jugendliche nicht einmal mehr mit einfachen Werkzeugen (z.B. Hammer, Säge, etc.) umgehen und "einfachste" Bastelarbeiten ausführen.

Wie gesagt, als ich zur Schule ging, gab es diese Fächer noch. Hier habe ich durch Basteln und Werken die Grundlagen des Handwerkens gelernt.
Nach der Schule habe ich dann einen Handwerksberuf (Werkzeugmacher) erlernt, durch den meine motorischen Fähigkeiten und handwerlichen Fertigkeiten auf ein Niveau gebracht wurden, von dem ich auch Heute noch profitiere - auch wenn ich diesen Beruf seit 35 Jahren nicht mehr ausübe. Meine kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten sind aber deshalb nicht zurück geblieben, sondern haben sich parallel mit den motorischen ausgebildet und entwickelt.

Meine große Leidenschaft aber war damals schon Holz.
Und das hat bis Heute nicht geändert.
Für mich ist Holz einfach ein genialer, vielseitiger, aber auch ästhetischer Werkstoff, der einem so viel gibt und doch so viel zu leisten im Stande ist. Das allerdings auch nur, wenn man ihm mit dem entsprechenden Respekt und der notwendigen Demut begegnet. Lässt man es daran mangeln, erhält man bestenfalls nur sehr teures Brennholz.